Langzeittest: Lohnt sich die Sony Alpha 6300 im Jahr 2022?

  • Philipp 

Ihr wollt eine Sony A6300 gebraucht oder neu kaufen? Mittlerweile ist die Sony A6300 schon länger in meinem Besitz, hauptsächlich als Zweitkamera und zum Reisen. Sie steht Seite an Seite mit meiner Sony A7 III. Den Langzeittest zur Sony A7III findet ihr auch auf meinem Blog.

Obwohl die Kamera bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hat, die A6300 wurde im Jahr 2016 von Sony veröffentlich, begeistert sie mich immer noch. Jedes Mal, wenn ich sie benutze wird mir klar, dass Alter und der Body nichts über die Bildqualität aussagen.

Sei es die kompakte Größe, oder die tolle 4K-Videofunktion, die mich immer noch überzeugt – kein Wunder, dass es immer noch meine Zweitkamera ist.

Meiner Meinung nach gibt es fast keine bessere Hybrid-Kamera in diesem Preissegment, besonders wenn man die A6300 gebraucht kaufen will. Warum erfahrt ihr im Sony A6300 Test hier auf meinem Blog. Falls Ihr euch doch eine günstigere Kamera zulegen wollt, guckt euch mal meine Top 5 der besten Kameras unter 1000 Euro an. Für Einsteiger empfehle ich meine Top 5 der besten Kameras unter 500 Euro.

Bewertung: 4.5 von 5.

Technische Spezifikationen:

Auflösung: 24 Megapixel

Sensorgröße: APS-C

Videoauflösung: 4K

Displaygröße: 7,5 cm

Anschluss: Sony E-Mount

Gewicht: 363 g

Hier sind sieben Gründe, warum sich die Sony Alpha 6300 lohnt:

Grund 1: Erstklassige Bildqualität

Sony A6300 Test

Vier lange Jahre ist die Sony A6300 schon alt. Staubt sie deshalb in meinem Regal? Nein. Nicht ohne Grund, denn besonders als Zweitkamera überzeugt mich die Sony A6300 immer wieder. Sie überzeugt mich sogar so sehr, dass ich keinen Grund dazu sehe, zur Sony A6400 zu greifen. Das liegt zu einem großen Teil an der wahnsinnigen Bildqualität, die Sony mit diesem Sensor zaubert. Ähnlich wie die Sony A7III hat der Sensor der A6300 24 Megapixel, die sich in knackigen und vor allem hochauflösenden Bildern resultieren.

Mich überzeugen jedes mal die starken Low-Light-Qualitäten, die mich stark an meine Erstkamera Sony A7III erinnern. Obwohl der Sensor deutlich kleiner ist, hält die A6300 besonders bei schwachen Lichtverhältnissen gut mit. Erst ab einem ISO-Wert von circa 6400 merkt man, dass das Bild beginnt zu Rauschen. Für mich als Zweitkamera absolut ausreichend. Da ich die Kamera häufig zum Filmen in Studio-ähnlichen Settings nutze, spielt das für mich aber keine Große Rolle.

Grund 2: Starke Videofähigkeiten

Sony A6300 Videotest

Einer der wichtigsten Fähigkeiten für mich als Freiberufler sind die Videofähigkeiten der Kamera. Abgesehen von dem fehlenden Bildstabilisator, der beispielsweise in der Sony A7III und A6500/A6600 verbaut ist, muss ich keine Kompromisse in der Videoqualität eingehen. Normalerweise filme ich Aufträge in 4K mit 25 FPS, schafft die A6300 locker. Im Vergleich zur Sony A7III sehe ich da in der Nachbearbeitung fast keinen Unterschied.

Wer gerne in Slow-Motion filmt, ist mit der Sony A6300 auch wunderbar bedient. Die kleine Kamera schafft 120 FPS bei 1080P und ermöglicht somit tolle Aufnahmen, für Moodvideos oder Schnittbilder. Obwohl Kameras in der Regel ein Problem damit haben, die Videoqualität im Slow-Mo-Bereich hoch zu halten, sind die 120FPS-Videos der A6300 noch knackig und wirklich brauchbar. Wirklich praktisch ist auch der Mikrofoneingang. Aber Achtung: Ein Kopfhörereingang fehlt, was wirklich ärgerlich ist. Diesen Kompromiss kann man aber durch einen externen Monitor, mit Kopfhörereingang, umgehen.

Grund 3: Zuverlässiger Autofokus

Sony A6300 Auto Fokus

Ob Foto oder Video: Für viele Fotografen und Videografen ist ein zuverlässiger und schneller Autofokus essenziell. Hier überzeugt der Autofokus der Sony A6300 auf allen Ebenen. Egal welches Objektiv ich bisher verwendet habe: Der High-Density-Autofokus hat mich nie im Stich gelassen. Wie kriegt Sony das hin? Mit 425 Fokuspunkten, die 100% des Bildbereiches abdecken.

Mit diesem Autofokus sind zwei weitere Features wirklich erwähnenswert. Der nachführende Autofokus, der Objekte und Menschen zuverlässig fokussiert und drauf bleibt. Besonders praktisch für Filmer und Portrait-Fotografen: Der nachführende Augenautofokus, der phänomenal gut funktioniert. Nur selten trifft der Autofokus nicht die Augen, wenn ein Mensch vor der Linse ist.

Grund 4: Der kompakte Kamera-Body

Sony A6300 Body

Der Kamera-Body der Sony A6300 zeichnet sich durch die extrem kompakte Größe aus. Trotz der Größe ist die Kamera trotzdem handlich und liegt gut in der Hand, auch bei langen Trips. Alle Knöpfe und Regler sind wirklich gut zu erreichen und haben einen angenehmen Druckpunkt. Wie man auf dem Bild erkennen kann, ist der Aufnahme-Knopf zum Filmen an der rechten Seite platziert. Aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung, denn man erreicht nur diesen Knopf wirklich schlecht.

Die Größe des Bodys ist zum Reisen wirklich toll. Trotzdem gibt es ein paar Schwachstellen: Nutzt man große Objekte, ist der Schwerpunkt der Kamera wirklich unangenehm. Man trägt eher das Objektiv, als die Kamera. Auch sind die Akkus der Sony A6300 wirklich schwach. Im Vergleich zum neuen Z-Akku, der bereits in der Sony A6600 und A7-Reihe verbaut wird, kein Vergleichn. Nach circa 30-60 Minuten filmen ist der Akku leer.

Sony A6300 Akku

Grund 5: Vielfältige Einstellungsmöglichkeiten

Je nachdem wofür man die Kamera verwenden will, kann man eine Vielzahl an Knöpfen und Reglern so einstellen, wie man es braucht. Als Filmer kann ich mit einem Knopfdruck verschiedenste Einstellungen ändern und beispielsweise in das Bild zoomen, um den Fokus richtig einzustellen, oder ein anderen Bildmodi einzustellen. Das Erstaunliche ist, dass eigentlich jeden Einstellung per Knopfdruck verändert werden kann. Besonders praktisch: Der Blitz-Knopf, der den integrierten Blitz ausfährt.

Dafür muss man einfach in den Einstellungen die gewünschte Funktion auf einen der vielen Costum-Knöpfe verknüpfen. Auch gibt es die Möglichkeit ein Quick-Menü zu personalisieren und die wichtigsten Einstellung auf einen Knopfdruck zu haben. So vermeidet man nämlich die ewige Suche in den unübersichtlichen Menüs von Sony, einem der wenigen negativen Punkte.

Grund 6: Schnelle Performance

Obwohl die Sony Alpha 6300 bereits 4 Jahre alt ist, ist die Schnelligkeit und Performance der Kamera immer noch super. Bis auf ein paar Ausnahmen kam es noch nie vor, dass die Kamera abgestürzt ist oder gelaggt hat. Aber Achtung: Besonders, wenn ihr viel in 4K oder 120FPS mit 1080p filmt, kann es vorkommen, dass die A6300 überhitzt und euch für ein paar Minuten im Stich lässt.

Grund 7: Tolle Auswahl an günstigen Objektiven

Sony A6300 Sensor

Blick man auf die zahlreichen Möglichkeiten, die man bei der Objektivauswahl für Sony APS-C Kameras hat, geht einem das Herz auf. Sei es Zeiss, Tamron, Sigma oder Sony selbst: Die Objektive sind oft nicht wirklich teuer und bieten einen großen Mehrwert. Auch können Vollformat-Objektive an dem Sensor genutzt werden, besonders praktisch, wenn man die A6300 als Zweitkamera nutzt und Vollformat-Objektive nutzt.

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